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Der Urlaub ist ja nun schon wieder etwas her, aber ich will hier noch ein paar Eindrücke von unserem Ausflug zu Eins und Alles - einem Sinnepark in Welzheim - berichten. Kommt Ihr mit in den Wald? Über schöne Wege ...

... ging es vorbei zum Stall mit den Schafen. Und was fällt einem zu Schafen ein? Der liebe Blick der Tiere, das Fell wo die Hand in der Wolle versinkt oder die Schäfchenwolken am Himmel...
All das sah man hier; die Wolken im Schafstall, der von außen mit Schafswolle verkleidet war und die Tiere, die neugierig herkamen und dann wieder zum Futter spazierten. Auf dem Gelände gibt es eine Tier Oase mit liebevoll gestalteten Ställen und Gehegen und der hier hat mir ganz besonders gut gefallen.

An vielen Stationen konnte man selber unterschiedliche Klänge erzeugen oder wie hier der Wind.
Wir legten uns in Hängematten oder ins HimmelBett und betrachteten die Bäume von unten, wie sie sich so im Wind wiegten
Liefen durch viele schöne Tore aus Gehölzen, Ästen, Stoffen und Bändern ...
...und schauten uns unterschiedliche Skulpturen an.
Manches Mal hörten wir in der Weite eine Familie plaudern und begeisterte Rufe von Kindern, wenn sie wie hier beschäftigt waren die Bauten mit Zapfen Zwergen zu beleben, aber ansonsten herrschte Stille und man konnte sich ganz auf seine Sinne konzentrieren.
Wir begegneten vielen Persönlichkeiten und wichtigen Zitaten ...
... und natürlich darf auch Pippi nicht fehlen. Nach dem Besuch der 100 Stationen ruhte ich dann erstmal ganz tief in mir. Eine tolle Anlage mit wunderschönen Plätzen (von den meisten kann ich gar kein Foto zeigen, weil wir am Ausprobieren waren), einem tollen Konzept und einer Begegnungsstätte von Tieren und Menschen mit und ohne Behinderung.
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Und eigentlich ist es jetzt ganz einfach den Bogen zu einem schönen Buch zu bekommen, denn im Wald oder Garten gibt es ja immer so einiges zu entdecken, wie z.B. diese Kleinlibelle, die in der Thuja neben der Eingangstüre saß und mich mit ihrer schönen Farbe total faszinierte.

Schöne Blüten, die einem im Vorbeigehen ein Lächeln ins Gesicht zaubern oder einfach nur die nette Begegnung am Gartenzaun mit den Nachbarn.

Und genau um diese drei Themen geht es in dem Buch "Der Garten der kleinen Wunder" von Patricia Koelle-Wolken. Ein Roman über den Zauber eines Sommers, über einen verwunschenen Garten und unerwarteten Begegnungen, die uns inspirieren.

Ich mag den Schreibstil von Patricia Koelle sehr und habe
schon viele ihrer Bücher gelesen. Sie schreibt sehr berührend von kleinen,
manchmal unscheinbaren Begebenheiten und verbindet diese wunderschön mit der Natur.
Auch der Garten der kleinen Wunder ist kein Roman mit großen Geschehnissen, es
sind eher die kleinen, zarten Töne, die ihn so fesselnd machen.

Toja und Vica treffen am Gartenzaun aufeinander, wo die
schüchterne Vica Toja nach ihrem Garten ausfragt. Ganz langsam nähern sie sich über
Gartenthemen an und erkennen, dass sie vieles gleich sehen und ihnen die Welt
um sich herum manchmal viel zu laut ist. Als Vica die Erlaubnis von ihrem Vater
bekommt, sich öfters in Nachbars Garten aufzuhalten, wird daraus eine tiefe
Freundschaft. Florian, Vicas alleinerziehender Vater trifft dadurch notgedrungen
immer wieder auf Toja und als diese ganz einfühlsam versucht ihm die Dinge aus Sicht
seiner Tochter zu erklären, taut Florian auf und fängt an Vica mit ganz anderen
Augen zu sehen und zu verstehen.
Der Garten ist in der Geschichte das Bindeglied zwischen
allen und auch hier lässt sich die besondere Beobachtungsgabe der Autorin gut
herauslesen. Ein Buch der ganz zarten zwischenmenschlichen und naturverbundenen
Töne, dass man langsam liest und das noch eine ganze Weile nachklingt.
Lieben Dank an den Rohwolt-Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar.
Und weil das jetzt etwas länger gedauert hat, werde ich den nächsten Beitrag wieder etwas kürzer halten. 😉
Liebe Grüße
Manu
P.S.: Verlinkt zu Nicole die diesen Monat Urlaubsberichte sucht.