Am vergangenen Samstag besuchten wir die Ausstellung der Titanic. Wir lösten ein Ticket und schon ging ich als die 16 Jahre alte Miss "Jean Gertrude Hippach" an Bord.
Ok, ganz so schnell ging es nicht, denn wir erfuhren erst wie es überhaupt zum Bau der Titanic und der beiden Schwesternschiffe Olympic und Britannic kam. Im Zeichenbüro von Harland & Wolff wurden hierzu tausende von Zeichnungen angefertigt. Und so sah das Schiffsmodel der Titanic dann aus.
Wir hörten und lasen einiges über den Bau, den Kapitän und auch über andere Menschen, die mit an Bord waren. Viele von Ihnen wären eigentlich gar nicht auf der Titanic gewesen, aber da war dieser Streik, ein Mangel an Kohle und somit wurden viele Personen einfach umgebucht ...
Und dann gingen wir am 10.04.1912 mit vielen anderen Passagieren im Hafen von Southampton an Bord der Titanic. Wir suchten unsere Kabine ...
... und waren überrascht, wie prunkvoll sie ausgestattet war. Aber klar, wir fuhren ja auch erster Klasse.
... in der dritten Klasse sah es da schon ganz anders aus.
Die Unterschiede der Klassen konnte man am Geschirr, an der Ausstattung der Sanitätsecken und natürlich auch am Preis erkennen, was sehr interessant war. Wir bestiegen die große Freitreppe, die allen bekannt ist und wurden immer wieder an den Film erinnert.
Und dann kam die Nacht des 14. April 1912, die klar und bitterkalt war. Die Ausguckposten suchten ohne Ferngläser, die in der Hektik des Auslaufens vergessen wurden, das ruhige Meer ab. Plötzlich taucht eine dunkle Masse vor dem Bug auf und an die Kommandobrücke wird gemeldet: "Eisberg direkt voraus!" Und dann nahm das Unglück seinen Lauf ...
Wann die Menschen damals wohl begriffen in welch aussichtsloser Lage sie sich befanden? Warum so viele sich sträubten auf die Rettungsboote zu gehen? Viele Fragen gehen einem durch den Kopf und wenn man dann die Einzelschicksale so liest, war es oft einfach Zufall, dass diese Person an Bord der Titanic war.
In einem der letzten Räume wird gezeigt, wo die Titanic nun liegt und was es für ein ungeheurer Aufwand so ein Tauchgang nach unten ist. Was für Dinge inzwischen geborgen wurden und auch wie viel Zeit in etwa noch bleibt, bis das Meer die Titanic vollständig zersetzt hat.
Diese gestapelten Teller in einem Holzschrank des Schiffes haben mich besonders berührt. Der Schrank ist wohl mit samt seinen Tellern auf den Boden gesunken und lag da viele, viele Jahre bis vom Holz nichts mehr übrig war. Die Taucher fanden alle Teller genau so liegend im Sand. Ein Bild das mir wohl in Erinnerung bleiben wird.
So wie die gesamte Ausstellung für die wir ca. 2 Stunden benötigten. Untermalt mit passender Musik, vielen, vielen Informationen und Fundstücken war es ein ganz besonderer Ausflug.
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Und am Ende der Ausstellung angekommen erfuhr man, ob man
überlebt hatte. Ich (Miss Jean Gertrude Hippach) war zusammen mit meiner
Mutter eine der wenigen die dieses Glück hatte. Alle anderen 19 Personen die mit mir an dem Abend vor der großen Tafel standen hatten dieses Glück nicht.
Falls die Ausstellung demnächst in Eure Nähe kommt, kann ich sie Euch nur empfehlen.
Liebe Grüße
Manu
Ja liebe Manu, von dieser Ausstellung habe ich auch gelesen und finde Deinen Post darüber sehr informativ. Ja, das war sicher beklemmend und ergreifend, gerade wenn man diese Teller so betrachtet...! Ich würde auch hingehen wenn sie in unsere Nähe kommt.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Kerstin und Helga
Liebe Manu,
AntwortenLöschenich würde mich sehr freuen, wenn wir hier im Norden die Möglichkeit hätten. Bekannte von uns hatten die Ausstellung auch besucht und waren ebenso beeindruckt. Ich werde mal im Internet schauen, ob ich weitere Termine finde.
Liebe Grüße
Tina
Liebe Manu,
AntwortenLöschendass hört sich nach einem spannenden Event an. Ich hatte noch nicht davon gehört. Wo wart Ihr denn in der Ausstellung?
Liebe Grüße
Burgi
Hallo Manu,
AntwortenLöschenDANKE fürs Mitnehmen auf die Titanic. Diese Ausstellung wäre genau meins.
Liebe Grüße vom Niederrhein
Tina
War vor Jahren mal in Kiel zu der Ausstellung, aber an die Treppe kann ich mich nicht erinnern.
AntwortenLöschenNana
Moin,
AntwortenLöschenden Kino-Film habe ich dreimal gesehen, war immer wieder beeindruckend.
https://www.welt.de/regionales/nrw/article255354676/Titanic-Geschichten-von-Feiglingen-beim-Untergang-des-Luxusdampfers.html
Die Ausstellung ist sicher noch viel spannender, So werden die Besucher mit VR-Brillen in verschiedene Schiffsräume versetzt, das Eindringen des Wassers wird simuliert. Und man unternimmt sogar eine virtuelle Reise in das Wrack, das am Meeresgrund liegt.
Ich glaube da bin ich schon zu alt für, das halten meine Nerven nicht aus, das ist ja purer Stress.
Danke für das Mitnehmen auf die Titanic und schön das du zu den Geretteten gehört hast.
Liebe Grüße von Conny