Und das kam so: Zu Weihnachten habe ich von meinem Bruder ein Paket mit Tee zum selber Mischen bekommen und dann war ja noch der Vorsatz, dass ich meinen SuB um die ungeliebten oder nur angelesenen Bücher abbaue und da lag noch die Ronnefeldt Saga von Susanne Popp, ein tolles Gesamtpaket, oder?

Mit dem Band " Die Teehändlerin" beginnt die Trilogie rund um das Teehaus Ronnefeldt das im Jahre 1823 gegründet wurde. Es nahm mich mit auf die Geschäftsreise des Teehändlers Tobias der zu einer monatelagen Reise nach China aufbrach, währenddessen seine Frau Friederike zu Hause feststellte, dass der Prokurist, der den Teehandel weiter betrieb, nicht ganz so ehrlich war...
Das Buch hatte ich zweimal angelesen und immer wieder weggelegt, weil ich im Sommer keine langen Lesezeiten hatte und mir die vielen Personen im Buch zu viel und die Verknüpfungen zu kompliziert waren, aber gut, dass es eine zweite Chance bekommen hat.
Im Tee Paket enthalten waren drei verschiedene Arten von Roibush Tee (mein Lieblingstee), Apfelstücke, Orangen- und Mandarinenstücke, sowie Zimt und Zitronengras.

Ich habe mich für den normalen Roibush entschieden, etwas Zitronengras, viel Orange und etwas Zimt, den ich im Tee nur als kleinen Hauch mag.

Einen Teelöffel der Mischung gab ich dann ins Teesieb und goss ihn auf. Und während der hier zieht, kann ich Euch vom Band 2 " Der Weg der Teehändlerin" berichten mit dem wir uns dann ins Jahr 1853 begeben.
Das Buch beginnt mit dem Tod von Friederikes Mann, die nun das Geschäft mit Hilfe eines Prokuristen alleine weiterführen muss. Es zeichnet sich ab, dass Ihr Sohn Carl den Teehandel übernehmen wird. Und um Erfahrungen zu sammeln, zieht dieser für eine Ausbildung erstmal nach Hamburg. Doch wird er zurückkommen und was für einen Weg gehen die anderen Kinder von Friederike?

Mittlerweile hat der Tee gezogen und ich habe den ersten Schluck davon genommen. Man merkt den Zimt heraus, aber zum Glück nicht ganz so stark wie vermutet, man kann ihn gut trinken - er schmeckt. 😍
Ich gebe noch ein, zwei Teelöffel Roibush hinzu und dann darf die Mischung auf den nächsten Tag warten. Mal sehen, wie sich das dann auf den Zimtgeschmack auswirken wird.
Den grünen Roibush werde ich dann später mal mit dem Zitronengras versuchen, die Mischung kann ich mir gut im Sommer vorstellen.
Im dritten Band: "Das Erbe der Teehändlerin" geht dann ein weiterer Ronnefeldt auf Weltreise, und zwar der Enkel Rolf. Es war spannend zu lesen, was es für verschiedene Teesorten gibt, wie in Indien und Ceylon angebaut wurde, wie das Teehaus Messmer die Wege kreuzt, wie man im Jahre 1889 gereist ist (für mich unvorstellbar wie lange man unterwegs war) und natürlich auch wie es mit der ganzen Familie Ronnefeldt weiter geht.
Fazit: Die Buch Reihe war super und unbedingt einen weiteren Leseanlauf wert, man taucht ein in die Vergangenheit und lernt sehr viel über die Geschichte des Tees.
Und seit dem letzten Kneipenquiz weiß ich ja auch, dass die drei größten Teeanbaugebiete eben nicht Indien, China und Ceylon (Sri Lanka) sind, sondern dass Kenia auf Platz drei ist und Sri Lanka auf Platz vier, man lernt eben nie aus.

Vielleicht hat Euch mein Tee-Experiment gefallen und ihr erzählt mir, was ihr gern mischen würdet.
Liebe Grüße
Manu