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Letzten Sonntag hatten wir Kaffee-Besuch und so wurden die Osterglocken gegen gemusterte Tulpen ausgetauscht. Zum Kaffee gab es die Osterlamm Variante mit Eierlikör, die ich allerdings etwas trocken fand, und den umso leckeren Apfelkuchen. Und nein, normalerweise wird der Kuchen nicht vor dem Besuch angeschnitten, das war hier eine Ausnahme, die zwei Stücke wurden verschenkt.
So schauen die Blumen der Woche von Nahem aus, die Deko kennt ihr schon und änderte ich nicht groß.
Mir gefiel die Musterung der Tulpen richtig gut und auch das Eigenleben, das sie führten, schaut irgendwie ziemlich frech und wild aus. 😊
Der liebe Besuch brachte mir diese Hyazinthe im Glas mit, was mir total gut gefällt und bis Dienstag noch im Esszimmer stand.
Dann öffnete sie sich und der Mann beschloss, dass er davon Kopfweh bekommt, somit musste sie in die Küche ziehen. Dort gefällt es ihr auch ganz gut und ich mag den bisher noch sehr zarten Duft gerade sehr.

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Von der Woche selber gibt es nicht so viel zu berichten, ich war viel am Telefon und zweimal wurde ich total vom Schnee überrascht. Einmal kam ich vom Einkaufen und bin bei meinem Vater gestrandet und gestern kam ich erst gar nicht weg, ich glaub so viel Schnee hatten wir den ganzen Winter über nicht, das war wie ein genialer April Scherz, die Alb war einfach kurzfristig vom Tal abgeschnitten, der Räumdienst kam nicht mehr hinterher.
Das wirklich Positive an dieser Woche war, dass ich endlich mal wieder mit dem Kopf beim Lesen war und nicht immer abgedriftet bin. Kennt Ihr das, wenn im realen Leben so viel los ist, dass man zwei Seiten liest und sich nachher fragt, was man eigentlich gelesen hat?
So ging es mir mit dem Buch "Der Duft des Strandhafers" von Gabriella Engelmann und das hatte überhaupt nichts mit ihrem Schreibstil zu tun, denn als der Kopf etwas freier war, da war das Buch zackig durchgelesen.
So lautet der Klapptext: Es ist Spätsommer, als Journalistin Anna März nach Sylt zurückkehrt, um der 85-jährigen Fenja Lorenzen bei der Suche nach ihrer Schwester Martje zu helfen. Denn nach einer Sturmnacht im Jahr 1958 verliert sich jede Spur von ihr.
Anna ahnt nicht, dass Martje sich damals in den charismatischen Strandpiraten Harks verliebt hatte und sich nach einem Schiffsunglück auf die Insel Amrum retten konnte. Fenja dagegen scheint mehr über Martjes Verschwinden zu wissen, als sie bereit ist zuzugeben. Je tiefer Anna gräbt, desto klarer wird, wie kompliziert das Verhältnis der Schwestern gewesen sein muss, die sich als Kinder abgöttisch liebten, bevor das Schicksal sie auseinanderriss. Und da ist auch noch Eric, für den Annas Herz nach wie vor schlägt ...

Die Geschichte wird in der Gegenwart von Anna und Fenjas Seite und aus Martjes Blick
in der Vergangenheit erzählt, so dass dem Leser der Konflikt von Martje recht
schnell klar wird und man mit ihr mitfühlt, was sie alles aus Sorge um die erste
große Liebe damals auf sich nahm.
Mir gefällt an dem Buch sehr, wie man in die Geschichte mit
hineingezogen wird und man dem Ende entgegenfiebert, immer in der Hoffnung, dass
alles gut ausgeht und Martje gefunden wird. Die Landschaften sind wie immer
sehr schön beschrieben und so fühlt man sich gleich zuhause, egal ob auf Sylt,
Amrum oder Föhr.
Das zweite Band der Bücherfrauen von List, ist ein schöner Abschluss der Dilogie und es ist
ratsam den ersten Band vorher zu lesen, denn dann findet man sich viel
schneller in der Geschichte zu recht. Mit dem Buch ist es Gabrielle Engelmann ein weiteres Mal gelungen mich für ein paar Stunden ganz aus dem Hier und Jetzt ans Meer zu entführen.
Ganz lieben Dank auch an den Knaur Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar.
Viele Grüße
Manu
P.S.: Verlinkt bei den Freitagsblümchen!