Donnerstag, 9. Februar 2017

Weißwäsche zum Zweiten

 

Meine Kollegin hat sich gemerkt, dass ich schon einmal (click) Weißwäsche von einer Kollegin geschenkt bekam. Und da hat sie mir aus einem Nachlass diese schöne Pappschachtel samt Inhalt mitgebracht.


Es kamen zwei schöne Spitzenbesetzte Kissenbezüge hervor und dann zwei Überschlaglaken mit Knopflöchern an drei Seiten, die man dann zum Schutz der Wolldecken an diese befestigen konnte.


Das Bettzeug ist nie benutzt worden und war bestimmt mal unwahrscheinlich teuer.
Ich hab mich mal im "Praktischen Ratgeber für Verlobte" aus dem Jahre 1940 schlau gemacht und folgendes gelesen:


"Die Wäsche ist eine Angelegenheit, in der man sich immer am besten von den Fachgeschäften beraten läßt. Im jungen Haushalt braucht man vielerlei und es gehört eine große Aufmerksamkeit dazu, alles richtig und praktisch zusammen zu stellen.  Man braucht natürlich von einem Stück immer eine größere Anzahl, vor allem bei der Bett-, Tisch- und Küchenwäsche. Für den Anfang ist es am besten, wenn man die Wäsche 6 - 8fach nimmt...."


Das Bettzeug war bestimmt aus einem Fachgeschäft und sehr teuer. Wahrscheinlich wurde es immer geschont und ganz hinten im Schrank aufbewahrt.
Heute bekommt man Bettzeug sehr günstig, es hält nicht ein Leben lang und wenn wir ehrlich sind, wollen wir das auch gar nicht. Denn die wenigsten schlafen heute noch in Prilblumen aus den 70ern, obwohl das auch so seinen Charme hat und mir ab und an recht gut gefällt. *g*

Eigentlich möchte ich mal aus vielen alten Weißwäschenteilen mit Monogrammen eine große Tischdecke nähen - so war bzw. ist zumindest der Gedanke. Aber ich habe in der Zwischenzeit einen ganzen Karton voller Weißwäsche die noch tadellos in Schuss ist und ich bring' es einfach nicht übers Herz die Teile zu zerschnippeln. Seufz!
Deshalb bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass dieses Laken hier mit der optimale Größe für den Tisch nicht auch noch im Karton verschwinden wird, sondern auch ab und an den Tisch kleiden wird. Vielleicht wird noch ein rosa Band durch die Knopflochleisten gewoben, oder aber breite Knöpfe darauf genäht.


Mit der alten bepflanzten Suppenschüssel und altem Geschirr schaut das bestimmt nett aus.


So Schätze aus der Vergangenheit mag ich total gern!

Liebe Grüße
Manu

Kommentare:

  1. So ein Geschenk ist ja wie Weihnachten und
    Geburtstag zusammen !
    Ich hab eauch noch so schöne alte Wäsche im Schrank liegen und kann sie nicht zerschneiden.
    LG
    Käthe

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Manu,
    ich habe vor 2 Jahren auch einen großen Fundus Weisswäsche von der Schwiegermama bekommen. Brachte es auch nicht übers Herz, sie zu zerschnippeln. Jetzt habe ich es aber doch gewagt. Zu Anfang habe ich aus ganzen Laken eine Husse für´s Bett daraus gemacht. Jetzt entstehen daraus Kissenbezüge (ich liebe diesen leichten Knitterlook, den nur so altes Leinen hat) und ein paar Küchenhandtücher, vielleicht wird auch noch eine Garnitur Bettwäsche daraus. Es war mir jetzt einfach zu Schade, dass alles in Kisten im Keller schlummert. Ich habe es nicht bereut, diese Schätze in anderer/neuer Form wieder an Tageslicht zu holen.

    ganz liebe Grüße
    Nicole

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Manu,
    die Tischdecke sieht sehr gut. Wir kaufen manchmal alte Wäsche auf dem Flohmarkt, die scheint auch noch nie benutzt worden zu sein und wir haben auch schon Bettwäsche gekauft, auch in weiß.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Manu,
    das sieht nicht nur nett aus, das sieht zauberhaft und wunderschön aus! So ein tolles Geschenk hast Du da bekommen! ICh liebe diese alte Weißwäsche von Oma's Zeiten auch sehr!
    Hab noch einen wunderschönen Nachmittag!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Manu, woher hast du denn dieses Buch - geerbt oder auf dem Flohmarkt gefunden? Die Weisheiten darin sind wirklich unbezahlbar. - Meine Schwiegermutter hat mir mal eine Tischdecke aus Leinenhandtüchern genäht - dazwischen mit Spitze, die sie selbst gehäkelt hat. Die Decke hab ich oft im Einsatz und freue mich an ihr! LG Martina

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Manu,
    das Buch ist wirklich eine Rarität.
    Die Weißwäsche sieht wunderschön aus.
    Das war noch Qualität.
    Einen schönen Abend wünscht Dir
    Irmi

    AntwortenLöschen
  7. Ja Manu früher hatte man noch grosse Sorge zu der Wäsche, daher bekommt man diese heute in einem guten Zustand zu kaufen und zum Glück auch deutlich billiger als sie es zu dieser Zeit kaufen mussten. Als Tischtuch gibst du der Wäsche wieder einen besonderen Wert, es sieht echt schön aus.
    Lieber Gruss
    Heidi

    AntwortenLöschen
  8. Hallo liebe Manu,
    danke für deine Nachricht.
    So manche Bloggerin hat Wege für Worte gefunden...
    Ich wollte keine öffentliche Diskussion und keine weiteren Details öffentlich machen. Diese Situation besteht im Grunde seit Mai. Und es ist kein Ende in Sicht...
    Danke auch für dein Angebot, aber grauen Walk habe ich selbst und Filz ist tatsächlich zu starr.
    Soll denn deine Weißwäsche unbedingt weiß bleiben? Anstatt zu schneiden und neu zu nähen, könntest du doch eventuell auch färben. In der Waschmaschine habe ich das schon oft gemacht. Zum Beispiel mit der weißen unbenutzten Aussteuer- Bettwäsche meiner Ma. Die ist nun seit 25 Jahren pink und petrolgrün. Funktioniert prima.
    Claudiagruß

    AntwortenLöschen
  9. Ich habe früher auch Bettwäsche eingefärbt aber dann hatte ich den Salat...alles verfärbte sich mit... Ich habe auch weiße Bettwäsche geerbt und manchmal nehme ich sie auch. Bin gespannt, wie Du daraus schön verzierte Tischdecken machst. Lieben Gruß von Cosmee

    AntwortenLöschen
  10. Das sind ja tolle Schätze, die Du zeigst. So eine weiße Tischdecke hat was und bei Dir passt sie perfekt auf den großen Tisch.

    Liebe Grüße
    Nele

    AntwortenLöschen
  11. Was für ein wunderbarer Schatz. Mit hätte er auch gefallen.
    Lieben Gruß und ein schönes Restwochenende
    Katala

    AntwortenLöschen

Danke für deine nette Nachricht!